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www.ich-will-lernen.deEin Projekt vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V.

Gefördert vom Ministerium für Bildung und Forschung

Alphabetisierung

Im September 2004 startete der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein Internet-Lernportal, das sich mit interaktiven Lernangeboten an funktionale Analphabeten wendet. Bis November 2008 haben sich mehr als 135.000 Nutzer im Portal angemeldet. ich-will-lernen.de ist inzwischen Deutschlands größtes offenes Lernportal mit kostenlosen Übungen im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung.

Das Lernportal wurde seitdem vom DVV weiterentwickelt und bietet inzwischen zwei Lernbereiche: Den Lernbereich Alphabetisierung/Grundbildung sowie den Lernbereich zur Unterstützung beim Nachholen von Schulabschlüssen.

Das Angebot zur nachträglichen Alphabetisierung/Grundbildung bietet Übungen zum Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Das Lernportal wendet sich an Anfänger/innen ebenso wie an Lernende, die bereits Vorkenntnisse haben. Weitere Übungen vermitteln Lernstrategien und Kompetenzen zur Organisation des Alltags. Insgesamt stehen rund 9.000 interaktive Übungen im Bereich Alphabetisierung zur Verfügung, aufgebaut in sechs Lernstufen. Das Lernangebot „Rechnen“ beginnt mit der dritten Lernstufe. Alle Übungen im Bereich Alphabetisierung sind audio-unterstützt und besitzen einen Bezug zur Alltagswelt – sie thematisieren beispielsweise einen Bankbesuch oder einen Einkauf im Supermarkt.

Der Begriff "funktionaler Analphabetismus" trägt dem Umstand Rechnung, dass "Alphabetisierung" keine feststehende Größe ist, sondern sich gemäß dem zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Gesellschaftssegment erwarteten Kompetenzniveau bestimmt. So sind in verschiedenen Berufen und Milieus unterschiedliche Kompetenzen erforderlich.

Zudem unterliegt Alphabetisierung (und damit funktionaler Analphabetismus) einem zeitlichem Wandel. Genügte es vor 150 Jahren noch, seinen Namen schreiben zu können, sind heute die Ansprüche aufgrund des gesellschaftlichen Wandels (Verschwinden einfacher, ausführender Tätigkeiten und damit wachsender Anforderungen der Arbeitswelt) gestiegen. Zudem gehört heute eine einfache Form von Medienkompetenz (Media Literacy) zur Grundbildung.

Seitdem hat sich der Begriff Analphabetismus gewandelt. Als alphabetisiert gilt heute, wer sich an sämtlichen Aktivitäten seiner Umwelt, bei denen Lesen, Schreiben und Rechnen erforderlich sind, und ebenso an der weiteren Nutzung dieser Kulturtechniken für seine eigene Entwicklung und die seiner Gemeinschaft beteiligen kann (UNESCO: Statement of the International Commitee of Experts on Literacy, 1962).

Dazu gehören beispielsweise die Rezeption von Texten, die von allgemeinem Interesse sind, der Umgang mit Bedienungsanleitungen und schriftlichen Arbeitsanweisungen, das Ausfüllen von Formularen, das Bedienen von Automaten und dergleichen mehr.

 

Kurse vor Ort

Der Kursfinder ist umgezogen. Ab sofort finden Sie ihn unter: www.ich-will-lernen.de.

Bildungsdaten

Grafik einer kleinen LandkarteCa. 4.089 funktionale Analphabeten
leben in:
Flensburg, Stadt

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