Job für dich: Offene Stellen über Personalvermittler finden

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Auf der Suche nach dem perfekten Job sind schon viele Fachkräfte verzweifelt. Entweder ist der Ansturm auf ausgeschriebene Stellen so groß, dass die Chancen verschwindend gering sind, oder die angebotenen Jobs sind uninteressant, geschweige denn passend für die individuellen Kompetenzen. Um Fuß in der Geschäftswelt zu fassen oder sich den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu erleichtern, kann es sinnvoll sein Personalvermittler zu konsultieren. Die oft als Headhunter bezeichneten Vermittlungsexperten verfügen über die nötigen Kontakte, um qualifizierte Fachkräfte an die richtigen Betriebe zu vermitteln. Doch wie kontaktiert man Personalvermittler richtig und was sollte man bei der Beauftragung beachten? Dieser Ratgeber fasst wesentliche Tipps zusammen.

Personalvermittler beauftragen

Bewerben muss gelernt sein. Zu dieser Erkenntnis gelangen viele, die bislang vergeblich nach geeigneten Stellen gesucht haben. Personalvermittler können die Recherche massiv beschleunigen und vereinfachen. Denn Sie greifen auf ein umfangreiches Portfolio zurück und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber profitieren von dessen wertvollen Geschäftskontakten. Häufig lassen sich über Headhunter Stellen finden, die in keinerlei Zeitung, Onlineportal oder sonstiger Plattformen beziehungsweise Medien auftauchen. Da viele attraktive Positionen sogar ausschließlich über erfahrene Headhunter vergeben werden, kann sich die Beauftragung durchaus lohnen.

Die Vorteile im Überblick:

- Headhunter sind mit Gehältern, Urlaubsregelungen, Prämien usw. der jeweiligen Branchen bestens vertraut.

- Headhunter verfügen über Erfahrung und wichtige Kontakte zu den besten Arbeitgebern.

- Headhunter wissen, welche Kompetenzen, Qualifikationen und Berufsabschlüsse bevorzugt werden.

- Headhunter beraten umfassend (solange sie vom Bewerber beauftragt wurden) und heben die persönlichen Stärken der potenziellen Bewerber optimal hervor.

- Personalvermittler mit beratender Funktion unterstützen beim Selbstmarketing, sind beim Formulieren von Bewerbungen behilflich und geben Tipps zum Bewerbungsgespräch.

 

Was bei der Beauftragung wichtig ist

Zunächst sollte die Entlohnung des Headhunters geklärt sein. Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Übernimmt die Entlohnung das suchende Unternehmen oder bezahlt der Bewerber im Erfolgsfall? Fragen, die vorab beantwortet werden sollten, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen. In der Regel wird ein Headhunter vom arbeitnehmersuchenden Betrieb über eine Provision entlohnt. Bei privaten Arbeitsvermittlern kommt es zu einem Vermittlungsvertrag zwischen Vermittler und Bewerber. Dieser verpflichtet gegebenenfalls im Fall der erfolgreichen Stellenvermittlung zur Zahlung der Vermittlungsvergütung. Wird der Headhunter vom Unternehmen bezahlt, sollten Sie sich bewusstmachen, dass er im Sinne des Auftraggebers handelt und nicht als Ihr Freund auftritt. Das erste Gespräch mit dem Headhunter muss gleichermaßen oder sogar besser vorbereitet sein, als betriebliche Vorstellungsgespräche. Headhunter sind bestrebt das beste Ergebnis abzuliefern und geben sich daher nicht mit unvollständigen Lebensläufen oder schlechten Zeugnissen ab. Machen Sie sich Ihre Stärken klar und formulieren Sie die Bewerbungsunterlagen perfekt. Umso professioneller Ihr Auftritt, desto höher Ihre Jobchancen. Auch Ihr äußeres Erscheinungsbild muss stimmen.

Achten Sie bei der Auswahl des Headhunters genau auf die Qualität. Da sich einige schwarze Schafe am Arbeitsmarkt tummeln, die lediglich darauf aus sind ambitionierte Bewerber auszunehmen, lohnt sich der genaue Blick auf die jeweilige Internetpräsenz doppelt. Ist keine Website vorzufinden, sollten Sie vom jeweiligen Angebot Abstand nehmen. Jeder seriöse Headhunter kann heutzutage eine eigene Internetseite vorweisen. Anständige Personalvermittler stellen sich online ausführlich vor, sodass Interessenten alle wichtigen Informationen einsehen können. Auch Hinweise auf Zertifizierungen und ein ordentliches Impressum müssen auffindbar sein. Der international tätige Arbeitsvermittler Hofmann Personal ist Mitglied im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. und informiert hier auf dessen Internetauftritt über die regelmäßige Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001, wodurch wesentliche  Qualitätsstandards zugesichert werden. Unter den Geschäftsfeldern ist die professionelle Personalvermittlung zu finden, mit der das Unternehmen Bewerber über den gesamten Bewerbungsprozess hinweg begleitet. Auch gezieltes Coaching und strukturierte Karriereplanungen sind möglich. Dieser Service ist nicht selbstverständlich. Achten Sie also auf einen sauberen Onlineauftritt eines Personalvermittlers und holen Sie sich vor der Kontaktaufnahme ausreichend Hintergrundinformationen zum Unternehmen ein. Handelt es sich um einen seriösen Karriereberater, der in Ihrem Sinne tätig wird, oder eher um einen skrupellosen Headhunter, der sich lediglich um die Optimierung seines eigenen Status gegenüber Arbeitgebern bemüht?

Beim ersten Telefongespräch sollten Sie darauf achten, ob der Personalvermittler alle Ihre Fragen kompetent und freundlich beantwortet. Der enge Kontakt zu Bewerbern ist seriösen Vermittlern stets ein Anliegen. Hierbei können Sie in der Regel von einem Karriereberater profitieren, der ernsthaft daran interessiert ist, Ihnen den bestmöglichen Job zu vermitteln.

Ein guter Personalvermittler:

- hat langjährige Erfahrung

- genießt einen guten Ruf (Foren prüfen)

- ist in einem Branchenverband oder ähnlichem Mitglied (Grundsätze, Qualitätsstandards)

- spezialisiert sich auf Branchen

- pflegt den engen Kontakt zum potenziellen Bewerber

Da viele Personalvermittler nicht nur lokal, sondern auch überregional sowie international tätig werden, sollten Sie für sich klären, wo Sie künftig arbeiten möchten und welche Distanz Sie zu Ihrem Wohnort maximal akzeptieren. Sie könnten sich vorstellen für die neue Stelle umzuziehen und sind offen für einen Job im Ausland? Teilen Sie dies Ihrem Personalvermittler mit. Machen Sie sich Gedanken über Gehaltsvorstellungen, wünschenswerte Anstellungen und favorisierte Arbeitgeber. Je genauer Sie wissen, was Sie wollen, desto schneller kann die Vermittlung vonstattengehen.

Wenn der Headhunter anruft

Der englische Begriff „Headhunter“ bedeutet übersetzt so viel wie Kopfjäger. Passender könnte die Bezeichnung für einen Personalvermittler kaum sein. Denn Headhunter warten nicht, bis die besten Kräfte bei ihnen anrufen. Sie sind ständig auf der „Jagd“ nach dem nächsten Talent, um für ihre gewerblichen Kunden die besten Fachkräfte ausfindig zu machen. Deshalb ist es gut möglich, dass auch Sie eines Tages einen entsprechenden Anruf erhalten. Hierbei sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass selbst ein erstes Gespräch am Telefon eine Art Bewerbungsgespräch darstellt. Zumindest einen ersten Teil davon. Achten Sie darauf nicht zu viel von sich preiszugeben, sondern Details im persönlichen Gespräch mitzuteilen, das in der Regel nach dem Telefonat stattfindet. Bereiten Sie sich auf das Treffen wie auf ein Vorstellungsgespräch vor. Denn genau das ist es im Grunde, mit dem Unterschied, dass nicht das Unternehmen selbst Kontakt mit Ihnen aufnimmt, sondern ein beauftragter Personalvermittler.

Das Karriereportal Karrierebibel hat einen umfangreichen Ratgeber zum Thema verfasst und praktische Tipps arrangiert, die es Ihnen erlauben beim Anruf eines Headhunters clever zu reagieren. Unter anderem wird erklärt: “Verständlich, wenn Headhunter beim Erstkontakt Ihren Auftraggeber nicht gleich nennen wollen, aber einem Seriositäts-Check müssen Sie sich unterziehen lassen.” Fragen Sie den Anrufer nach einer Internetseite und seien Sie auf der Hut. Denn: “Der Anruf könnte schließlich auch vom eigenen Arbeitgeber arrangiert sein, um die Loyalität des Mitarbeiters zu prüfen”, so die Karrierebibel.